Berufskolleg Gladbeck

Berufskolleg Gladbeck

Projekt

Erweiterung

Klassenräume, Verwaltung, Cafeteria, Aula

Fertigstellung August 2008

Entwurfs-/Architekturkonzept

Der Erweiterungsbau des Berufskollegs Gladbeck bildet mit seinen Nutzungen Aula, Cafeteria, Verwaltung sowie sechs Unterrichtsräumen das neue Herz des Schulstandortes aus den 50er Jahren. Das städtebauliche Konzept ist anhand folgender Kriterien entwickelt:

 

• Der Neubau bezieht sich mit seiner Eingangsseite auf den Campus.

• Er ordnet sich in die orthogonale Struktur der nördlichen Gebäude ein.

• Er bezieht sich mit der Dreigeschossigkeit auf den Bestand.

• Er greift mit dem Ziegel das vorherrschende Material des Bestandes auf.

 

Das Volumen des Gebäudes lässt sich als Addition dreier Baukörper mit dem Atrium als offener Mitte lesen. Der Atriumtyp integriert die unterschiedlichen Nutzungen, gleichzeitig steht mit dem großzügigen Atrium ein Raum zur Verfügung, der zum gewünschten Mittelpunkt der Schule wird. Während der westliche und der östliche Baukörper die wesentlichen Hauptnutzflächen aufnehmen, fasst der nördliche Baukörper die dienenden Funktionen zusammen und bildet damit eine Schwelle zur verkehrsbelasteten Konrad-Adenauer-Allee.

 

Der Anspruch, einen guten Lernort zu schaffen, umfasst neben architektonischen und technischen Qualitäten den Aspekt, ein auch in ökologischer Hinsicht zeitgemäßes Gebäude zu errichten. Auf der Basis eines Energiegutachtens ist ein Gebäude entstanden, das u. a. eine Erdwärmepumpe aufweist, die im Sommer auch zu Kühlzwecken genutzt wird sowie eine kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung mit der Möglichkeit der Nachtauskühlung.

 

Die bestimmenden Materialien des Erweiterungsbaus sind der Ziegel, der sich in das Gebäude hineinzieht und die drei genannten Baukörper lesbar werden lässt, der Natursteinfußboden (Anröchter Dolomit) im Erdgeschoß, Holzfußböden in den Obergeschossen, Sichtbetondecken, sowie Eichenholz für Innentüren, Geländer und Mobiliar.