Wettbewerb St. Josef

Wettbewerb St. Josef

Projekt

Neubau Pfarrheim St. Josef, Marl

 

Wettbewerb

Anerkennung 2016

 

 

Zum Konzept

Der städtebauliche Situation ist durch eine übergroße Weite des Straßen- und Platzraumes gekennzeichnet; Ziel des Entwurfes ist es insofern, durch die Besetzung der nördlichen Grundstücksgrenze mit dem Pfarrheim und der Wohnstätte möglichst präsent im Stadtraum zu werden, den Straßenraum weiterzuentwickeln und einen Fokus auf Kirche, Kirchplatz und Pfarrheim zu setzen. Die Konzentrierung der Bauvolumina entlang der Straßen korrespondiert mit einer großzügigen und störungsfreien Nutzung des Gartens des Wohnheimes und der Gemeindewiese.

 

Funktionalität

Die Struktur des Neubaus folgt den Ansprüchen und Vorgaben: Orientierung des Haupteinganges zum Kirchplatz und zur Kirche, Ausrichtung des Saales zur Gemeindewiese sowie zum Platz, enge Verzahnung mit dem Foyer, Orientierung der Gemeindebüros zum öffentlichen Raum, zentrale Lage der Küche und des Tresens, der Jugendraum gleichzeitig integriert sowie separierbar, darüber hinaus mit eigenem Zugang und atriumähnlichem Außenraum ausgestattet. Der Gruppenraum bietet zusätzlich die Option, zum Saal zugeschaltet zu werden und z. B. als Bühne zu dienen.

 

Erschließung

Das städtebauliche Konzept gibt eine klare Unterscheidung zwischen öffentlichem, der Stadt zugewandtem Platz und privaterer Gemeindewiese vor. Entsprechend ist der Kirchplatz ein gepflasterter Platz mit Sitzgelegenheiten unter Bäumen, die Gemeindewiese bleibt weitgehend Wiese, ergänzt durch eine großzügige Terrasse vor dem Saal sowie einen gepflasterten Sitzplatz in der Tiefe des Grundstücks.

Die erforderlichen Stellplätze sind dezentral den jeweiligen Nutzungen zugeordnet, die behindertengerechten Stellplätze sind jeweils eingangsnah ausgewiesen.

 

Materialien und Konstruktion

Das Material des Pfarrheims sowie der Wohnstätte ist ein dunkler roter Ziegel; er kopiert nicht das Material der Kirche aber er lässt die Bauten zu einem  Ensemble werden. Mit unterschiedlichen Öffnungsanteilen werden die Fassaden den unterschiedlichen Nutzungen und dem unterschiedlichen Außenraumbezug gerecht und machen das Gebäude lesbar. Die Materialien des Innenausbaus sind ein Bodenbelag aus hellem Kalkstein, Holztürblätter sowie akustisch wirksame Abhangdecken als Gipskarton-Lochplatten. Das Gebäude wird als konventioneller Massivbau ausgeführt.