Forum Sankt Nikolaus

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 Projekt 
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Umnutzung der Sankt Mariä Himmelfahrt Kirche in Wesel und Neubau der Zentralrendantur + Ehe- Familien- und Lebensberatung

Bauherr:in
Katholische Kirchengemeinde Sankt Nikolaus, Wesel


Fertigstellung 2026
WB 1. Preis 2017

Zur Aufgabe

Die Katholische Kirchengemeinde Sankt Nikolaus in Wesel hat 2017 einen Wettbewerb ausgelobt, um aus der denkmalgeschützten Sankt Mariä Himmelfahrt Kirche von Rudolf Schwarz ein „Offenes Forum der Begegnung“ zu schaffen. Der Raumeindruck des Kirchenschiffs und die Westfassade sollten erhalten bleiben.

Zum Konzept

Entstanden ist das Forum Sankt Nikolaus. Ein Ort, der der Gemeinde und der Stadtgesellschaft als Treffpunkt, als Kulturort, als Lernort, als Ort des bürgerlichen Austausches und als Ort von Hilfsangeboten zur Ver-fügung steht. Die offene Eingangshalle im Neubau verbindet alle Funktionen miteinander und bringt die Besucher zum Saal im Kirchenraum, zur Fraterherrenbibliothek in der Vorhalle, zur Unterkirche und zu den Gruppen- und Verwaltungsräumen im Neubau. Die bereits von Rudolf Schwarz angelegten Rundbögen in der Nordfassade, an die der Neubau sich anschließt, sind großflächig geöffnet worden. Der Saal ist mit größtmöglicher Transparenz in den Kirchraum eingefügt; die verglasten Stirnwände lassen den Blick in der Längsachse des Kirchraums und ins-besondere auf die Rosa Mystica in der Westfassade zu. Die Südwand der Kirche bleibt unberührt, so dass die Fenster in ihrer Gesamtkomposition erfahrbar bleiben.

Zum Städtebau

Der Kirchturm, die historische Vorhalle und die offene Eingangsfassade bilden einen neuen Stadtplatz, der durch den Entfall des alten Pfarrhauses mit dem Kirchplatz eine Platzfolge bildet. Das Gebäudeen-semble öffnet sich zur Innenstadt von Wesel. Der Verwaltungstrakt komplettiert mit seiner Nordfassade den histori-schen Straßenraum der Antonistraße. Neubau und Kirche fassen einen grünen Innenhof, der den Nutzern zur Ver-fügung steht.

Zum Gebäude

Der Kirchraum wird mit dem integrierten Saal zum multifunktionalen Veranstaltungsraum. Der Saal lässt sich für kleine Gruppen teilen und für große Veranstaltungen durch mehrere Doppeltüren mit dem Kirch-raum zusammenschalten. So können zu besonderen Gelegenheiten sowohl der Eingangsbereich als auch der ehemalige Chorraum einbezogen werden. Über die verglasten Rundbögen lässt sich auch der Außenraum bei Veranstaltungen mitnutzen. Die Fraterherrenbibliothek bekommt, geschützt in einer klimatisierten Vitrine, einen besonderen Platz.

Der Neubau bindet mit einer Glasfuge an die denkmalgeschützte Kirche an. Der zentrale Treppenraum und der Aufzug erschließen zentral sämtliche Funktionen des Gebäudes von der Krypta, in der zukünftig die Gottesdienste gefeiert werden, über den Kirchraum, bis zu den Gruppen- und Verwaltungsräumen des Obergeschosses.

Die Fassade steht im Kontext der Ziegelfassaden der Nachkriegskirche und der Nachkriegsbebauung in Wesel. Der Einbau im Kirchenschiff wird wie ein Möbel interpretiert und ist geprägt durch eine Holzbekleidung und die großzügige Verglasung. Der neue Altar in der Krypta ist handwerklich geschichtet. Für die Mensa (Altarplatte) und den neuen Tabernakel ist das Material des alten Altars aus der Oberkirche verwendet worden.

Das Gebäudeensemble ist mit einer Pelletheizung im Untergeschoss und mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach der Zentralrendantur ausgestattet.




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