Sanierung, Umbau und Umnutzung des denkmalgeschützten Bahnhofsgebäudes in Dorsten

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 Projekt 
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Bauherr:in
Stadt Dorsten, Zentrales Gebäudemanagement

Otto-Borst-Preis 2026

VgV Verfahren 2018
Baubeginn 2021
Fertigstellung 2024

Aufgabenstellung

Im Rahmen des Programms „Soziale Stadt WIR MACHEN MITte – Dorsten 2020“ wurde das denkmalgeschützte und bausubstanziell stark geschädigte Empfangsgebäude des Dorstener Bahnhofs umfangreich saniert und zu einem „Bürgerbahnhof“ umgebaut. Damit öffnet sich das Haus in neuer Weise für die Stadtgesellschaft, es stellt Gruppen und Vereinen Räume zur Verfügung, ein Sozialträger, die „Dorstener Arbeit gGmbH“ betreut und bewirtschaftet die Räume und betreibt das Restaurant als Ausbildungsgastronomie. 

Geschichte

Der Bahnhof Dorsten wurde 1880 im Stil des Historismus errichtet. Eine Besonderheit war die „Insellage“ zwischen zwei Gleisanlagen. Die Nutzung als Bahnhofsgebäude wurde bereits Ende der 1980er Jahre aufgegeben, seitdem verfiel das Gebäude zunehmend. 1989 ist der Bahnhof in die Denkmalliste der Stadt Dorsten eingetragen worden.

Städtebauliche Planung

Durch die Aufgabe des westlichen Gleiskörpers konnte das Bahnhofsgebäude an den stadtseitigen Platz angebunden werden. Der neue Bahnhofsvorplatz wurde zum zentralen Aufenthaltsort, der ZOB wurde barrierefrei an die Innenstadt angebunden, die Bahnhofsvorfahrt wurde neu organisiert und die Rad- und Fußwege entlang der Bahntrasse wurden in das regionale Wegenetz integriert.

Gebäudeplanung

Die historische Gebäudestruktur bestehend aus zwei Wartesälen (1. und 2. Klasse) mit seinen Vorräumen, einem überbreiten Mittelflur (Vestibül) und einer ost-westlichen Durchwegung sowie die raumprägenden Bogenmotive wurden in ihrer Struktur beibehalten bzw. wiederhergestellt. Eine moderne einläufige Stahltreppe dient der Erschließung der Obergeschosse. Das historische hölzerne Treppenhaus konnte erhalten werden und dient nun als zweiter baulicher Rettungsweg. Die desolaten und teilweise mit einem Anstrich versehenen Ziegelfassaden wurden in einem behutsamen Verfahren von den Farbschichten befreit. Während die Ost- und Westseiten weitgehend erhalten waren, mussten die Nord- und Südfassaden aufgrund zwischenzeitlicher Anbauten entsprechend den historischen Plänen und des Bestands rekonstruiert werden. Der marode Dachstuhl mit seinen weit auskragenden Streben musste weitgehend erneuert werden. Die neue Dachdeckung wurde analog der historischen Deckung in Schiefer ausgeführt.




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